Der Mai in der Musik
Thursday, May 21, 2026
„Im wunderschönen Monat Mai“, so beginnt Heinrich Heines Gedicht, mit dessen Vertonung Robert Schumann seinen Liederzyklus „Dichterliebe“ eröffnet. Dieses Kunstlied gehört zu den bekanntesten seiner Art und dürfte auf einem der vorderen Plätze der Nennungen stehen, wenn man nach der Verbindung zwischen Musik und Mai fragt.
Aber die RISM-Datenbank hat zum Monat Mai noch einiges mehr zu bieten. Die Recherche nach Kompositionen zum Thema „Mai” kann bereits in der Kopfzeile unserer Homepage mit einer einfachen Suche beginnen, z.B. mit dem Begriff „Mai“ in den verschiedenen in RISM vertretenen Sprachen (Mai, Maj, May, Maggio etc.). Mit Hilfe des Trunkierungszeichens * lässt sich die Suche auch auf verwandte Worte, etwa das altenglische Verb “maying” (wie in Thomas Morleys berühmtem Madrigal „Now is the month of maying“) oder deutsche Komposita wie ‘Mainacht’ (so der Titel eines Gedichtes von L. C. H. Hölty, u.a. vertont von Johannes Brahms) erweitern. Die Anzeige der Trefferliste erfolgt je nach Auswahl in RISM Online oder im RISM Catalog, die jeweils eine unterschiedliche Anzeige und weitere Vorgehensweisen zur Verfügung stellen.
In beiden Katalogansichten lässt sich die Ergebnisliste in einem zweiten Schritt verfeinern. Der RISM Catalog bietet auf der linken Seite verschiedene Optionen an, z.B. „Schlagwort“ (etwa: Lied oder Aria), weiterhin Besetzung, Komponist, Quellentyp oder Verleger. RISM Online bietet als Option z.B. auch die Auswahl einer Textsprache an. Wer bereits genauere Vorstellungen des gesuchten Werks hat, kann im RISM Catalog schon im ersten Schritt die “Erweiterte Suche” verwenden, deren Eingabeformular eine Vielzahl von Suchfeldern (u.a. Titel, Komponist, Schlagwort, Incipit, Liturgische Feste) enthält. RISM Online bietet die Möglichkeit, eine individualisierte Abfrage zu erstellen, in der z.B. verschiedene Kategorien miteinander kombiniert oder mehrere Sprachen (hier etwa durch Suchwörter für den Begriff Mai: “mai”, “may” und “maggio”) in einer Abfrage abgedeckt werden können.
Durch die unterschiedliche Bedeutung, die manche Begriffe in den verschiedenen Sprachen haben, scheinen auch Titel auf, die nichts mit dem Mai als Monat zu tun haben. So dürfte die Eingabe von „maj“ ebenso Titel hervorbringen, die ein „Maj“ lediglich als Abkürzung für „Majeur“ bei der Angabe einer Tonart ausweisen; “may” ist auch ein englisches Hilfsverb und die Schreibweise „mai“ erscheint häufig als italienischer Verneinungspartikel. Bei Recherche und Sichtung der Treffermenge sollte man also etwas frühlingshafte Energie mitbringen und bereit sein, sich von den Fundstücken überraschen zu lassen - etwa von der Chanson ”La rousé du moys de may” des flämischen Komponisten Johannes de Crespel (RISM Online | RISM Catalog).
Abbildung: Johannes de Crespel, La rousé du moys de may, in: Recueil des fleurs produictes de la divine Musicque a trois parties, par Clemens Non Papa, Thomas Cricquillon, et aultres excellens Musiciens. Tiers Livre (Löwen 1569), fol. xxiii; bereitgestellt von Österreichische Nationalbibliothek
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